Joomla! Vorurteile, und was dahinter steckt

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Für die einen bedeutet Joomla! das perfekte Content-Management-System, für die anderen ist es die reinste Plage. Lesen Sie mehr über verbreitete Vorurteile, und erfahren Sie, welche Vor- und Nachteile das CMS für Ihre Projekte birgt.

01: "Joomla! taugt nur für private und kleine Websites!"

Das Joomla! CMS ist in seiner Grundfunktionalität leicht und intuitiv bedienbar. Ein wenig technisches Grundwissen vorausgesetzt, fällt es leicht, sich in das System einzuarbeiten, und relativ schnell vorzeigbare Ergebnisse zu erzielen.

Diese leichte Zugänglichkeit bedeutet aber noch lange nicht, dass das Joomla! CMS nicht für den professionellen Einsatz taugt. Wie Sie erfahren werden, taugt Joomla! beileibe nicht nur für kleine und private Websites, sondern auch für große und komplexe Projekte.

Nicht zuletzt ist es der breitflächigen Unterstützung einer aktiven Community zu verdanken, dass die grundlegenden Funktionalitäten des CMS leicht und nahezu unbegrenzt erweitert werden können.

02: "Joomla ist als CMS nicht zeitgemäß!"

Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein: Joomla! war schon immer mehr als ein reines Content-Management-System. Spätestens seit dem aktuellen Major-Release Joomla! 3.X ist dieses CMS nicht mehr von der Spitze wegzudenken, und erfüllt sämtliche Anforderungen, die Webworker und Entwickler an ein zeitgemäßes CMS stellen. Front- und Backend der aktuellen Version sind komplett mobile ready, machen auch auf mobilen Endgeräten richtig Spaß.

Das Joomla! basiert mittlerweile auf dem etablierten Bootstrap Framework zurück, und erweitert dieses sogar um einige nützliche Funktionalitäten. Die mit Version 3.0 komplett überarbeitete Benutzeroberfläche erleichtert die Bedienung auf Smartphones, Tablets und Desktops.

Das Framework ist separat nutzbar, so dass man jetzt tatsächlich zwei Entwicklungsstränge innerhalb des Projekts hat:

  • Joomla! Plattform
  • Joomla! CMS

Joomla! Platform ist in seinen Anwendungsbereichen äußerst variabel, und erfüllt die Ansprüche komplexer Applikationen ebenso wie die einfacher Webanwendungen. Dies können E-Commerce Anwendungen sein, die einfache Integration von Command-line-Applikationen oder die Entwicklung von ErP-Systemen zur Abbildung konkreter Geschäftsprozesse.

Das Joomla! CMS bietet dank seines Model/View/Controller-Prinzips eine gute Trennung von Anwendungslogik und Darstellung, was eine große Freiheit in Bezug auf die Gestaltung der HTML-Ausgabe ermöglicht.

03: "Joomla! ist unsicher!"

"Joomla! ist unsicher, und leicht zu hacken." - Dieses Vorurteil hat sich gebildet, und lange Zeit hartnäckig gehalten, ist aber grundlegend falsch.

Die einfache Installationsroutine, der niedrige Anspruch an die Server-Umgebung und die geringen Anforderungen an das Know-How der User sind ausschlaggebend dafür, dass dieses CMS oft von Laien auf Billig-Hosting-Anbietern installiert wird. Naturgemäß kommen in diesem Umfeld weitere Nachlässigkeiten ins Spiel, wie beispielsweise schwache Passwörter. Wenn dann etwas schief geht, wird der Grund dafür beim CMS gesucht, und nicht bei den Sicherheisteinstellungen des Providers, oder der eigenen, ungenügenden Absicherung der Installation. Häufig sind es die installierten Erweiterungen, die inkompatibel oder veraltet sind, und Explots Tür und Tor öffnen.

Das Joomla! ein gern genutztes Ziel für Angriffe ist, liegt in der Natur der Sache: Als eines der meistgenutzten Content-Management-Systeme ist es als Angriffsziel für Hacker schlichtweg attraktiv.

Linktipp

Auf fchosting.de inden Sie ein paar allgemeine Tipps zum Thema "Joomla! sicher machen - und sicher halten".

04: "Joomla! Websites können Malware enthalten!"

Es ist richtig, dass infizierte Joomla!-Installationen als Malware gekennzeichnet werden, und damit nicht mehr aufgerufen werden können. In der Praxis kommt tritt dieses Problem eigentlich nicht auf; es sollte aber grundlegend darauf geachtet werden, dass die genutzten Erweiterungen genauestens geprüft werden, und die Drittanbieter vertrauenswürdig sind.

05: "Joomla! ist für die meisten Szenarien zu groß, mächtig und träge!"

Die Frage nach dem besten CMS läßt sich pauschal nicht beantworten. Der Einsatz des richtigen CMS muss für jeden Anwendungsfall gesondert aufgelotet werden; an dieser Evaluation scheitern viele Webworker. Es gibt einige hervorragende Open-Source CMS Lösungen, und jede spielt ihre Stärken in anderen Anwendungsbereichen aus. Fakt ist, dass Joomla! beide ANwendungsszenarien hervorragend bedienen kann: Kleinere Websites und komplexe Projekte. Für eine Website mit vier Unterseiten wäre Joomla! aber sicher überdimensioniert.

Linktipp:

Eine gute Übersicht der "großen" CMS mit einer Aufstellung Ihrer Vor- und Nachteile finden Sie auf der Website "CMS Garden":

06: "Der Joomla!-Editor ist nur was für Experten!"

Wenn es darum geht, die Inhalte einer CMS Website zu pflegen, sind die sogenannten WYSiWYG-Editoren ("What you see is what you get") die erste Wahl. Sie sind für das Formieren der Texte zuständig, und erstes Instrument der Redakteure.

Joomla! beschränkt sich dabei nicht nur auf einen Editor, sondern kann dank der sogenannten Plug-Ins, die als Erweiterungen in das System integriert werden können, auch in diesem Bereich an die Bedürfnisse des Benutzers angepasst werden. Im Standardfall liefert Joomla! die Editoren tinyMCE oder XStandart aus. Viele andere Editoren stehen als installationsfähige Pakete zur Installation bereit.

Fest steht, dass diese Editoren auch für technisch weniger versierte Redakteure leicht und intuitiv zu bedienen sind, da Sie in der Aufmachung und dem Funktionsumfang den Grundfunktionen gängiger Office Programme ähneln.

07: "Joomla! wird nicht ausreichend schnell weiterentwickelt!"

Bisher sah der Joomla! Release-Zyklus eine Veröffentlichung eines neuen Major-Releases für jedes halbe Jahr vor.

Seit April 2014 will das Production Leadership Team des Joomla!-Projekts aber eine flexiblere Entwicklung gewährleisten, und kehrt dem bisherigen Release-Zyklus aus Langzeit- (LTS) und Kurzzeit-Support-Versionen (STS) den Rücken.

Das Ziel ist, neue Features über zusätzliche Versionen noch schneller in das Open-Source-CMS einfließen.

08: "Joomla! bietet eine ungenügende Rechteverwaltung"

Seite Version 1.6 biete Joomla! eine erweiterte Rechteverwaltung, die viele Möglichkeiten bietet, und fast alles abdeckt. Die Rechteverwaltung ist anfangs nicht ganz einfach zu durchschauen, und man sollte sich ausreichend Zeit nehmen, um sie in ihrer Gänze zu verstehen.

Die Rechteverwaltung reduziert sich im wesentlichen auf die drei Bereiche "Benutzergruppen", "Zugriffsebenen" und "eigene Berechtigungen". Als Administrator müssen Sie sich sehr genau überlegen, welchem Benutzer und welcher Gruppe welche Rechte zugewiesen werden sollen. Gerade bei großen und umfangreichen Websites mit vielen Redakteuren ist es möglich, dass sich diesbezüglich sehr komplexe Aufgaben stellen. Joomla! bietet sehr viele Möglichkeiten, die Rechteverwaltung auf die Anforderungen verschiedensten Szenarien anzupassen.,


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